Ehrenamtliche im Katholischen Gefängnisverein

 

Einführungskurs


Voraussetzung für ein ehrenamtliches Engagement im Katholischen Gefängnisverein ist die Teilnahme am jährlichen Einführungskurs für Ehrenamtliche.

Unser Kurs beginnt jeweils im Januar, der nächste startet am 08.01.2018.
Er findet an 10 Montagabenden statt und beinhaltet einen Abend in der Justizvollzugsanstalt „Ulmer Höh'“ (JVA Düsseldorf in Ratingen) mit einer Begegnung mit Inhaftierten: nur dieser Abend beginnt schon um 17.45 Uhr.
Alle anderen 9 Abende beginnen um 19.30 Uhr in der Beratungsstelle (Kaiserswerther Str. 286) und enden um 21 Uhr.

Der Kurs will nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch helfen, sich für oder gegen eine Aufgabe im Bereich des Gefängnisvereins zu entscheiden. Die Teilnahme am gesamten Kurs ist dringend erwünscht.

Anmeldungen und genauere Informationen:
Brigtte Fey 0211 93882 678, auf AB 93882 670 oder per E-Mail gefaengnisverein@gmx.de.


Aktivitäten für und mit unseren Ehrenamtlichen

Für die ca. 60 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die in verschiedenen Bereichen mit und für Inhaftierte oder deren Angehörige engagiert sind, bietet der Katholische Gefängnisverein (KGV) eine Palette von Veranstaltungen an.

Kontakte „drinnen“ und „draußen“

Möglichkeit zum informellen Kontakt zu den Inhaftierten geben die Gruppengottesdienste in der Kirche der Ulm, die einmal im Monat auch für Ehrenamtliche offen sind. Ehrenamtliche können hier an einem Stück normalem Vollzug teilnehmen; die Inhaftierten erleben ihr Kommen als Aufmerksamkeit und ein Zeichen der Solidarität. Im Gottesdienst sind alle Teilnehmenden gleichberechtigt; so schaffen die Gruppengottesdienste Gemeinschaftsgefühl unter Inhaftierten und denen von „draußen“.

Mehr Zeit zum Gespräch bieten mehrmals jährlich unsere Begegnungsabende. Nach einem kürzeren Gottesdienst sitzen Ehrenamtler und Gefangene in gemischten Tischgruppen bei einem (natürlich nicht-alkoholischen) Getränk zum Gespräch zusammen.

Ein oder zweimal jährlich lädt der KGV an einem Samstagmittag neben Inhaftierten und Ehrenamtlichen auch Kooperationspartner und Vereinsmitglieder zu Austausch und Begegnung in die Kirche der JVA. Ein Kuchen-, Brötchen- und Getränkebufett schafft nach einem Auftaktgottesdienst eine etwas festlichere Atmosphäre für Gespräche in bunten Gruppen.

Jeden Sommer einmal wird in der Beratungsstelle gegrillt. Eingeladen werden Vollzugsbedienstete mit unterschiedlichen Aufgaben, die Mitglieder des Anstaltsbeirats und unseres Vereins, die Ehren- und Hauptamtlichen sowie Kooperationspartner und einige Haftentlassene. Der Abend wird rege genutzt wurde, um im lockeren Austausch mehr Wissen um- und Verständnis füreinander aufzubringen. Nicht selten erledigen sich hier auch einmal kleinere Probleme und Informationsdefizite im informellen Gespräch.

Von großer Bedeutung sind schließlich die vielen informellen Kontakte Ehrenamtlicher untereinander oder mit den hauptamtlichen Ansprechpartner*innen, wenn über die Arbeit erzählt und auftretende Schwierigkeiten oder Belastungen beraten werden.

Interne und externe Weiterbildung

Jedes Jahr finden sechs Weiterbildungsabende für unsere Ehrenamtlichen statt. Diese dienen abwechselnd dem Gespräch mit einem Gast (z.B. aus JVA, Justiz, Straffälligen- oder Drogenhilfe) und dem Austausch persönlicher Erfahrungen in der Arbeit. Bei den Austauschtreffen kommen z.B. Probleme in der Begleitung mit Inhaftierten zur Sprache, häufig geht es um die schwierige Balance von Distanz und Nähe. Die Ehrenamtlichenabende finden in der Beratungsstelle statt.

Einmal jährlich lädt die Anstaltsleiterin der JVA Düsseldorf, Frau Krüger, alle Ehrenamtlichen ihres Bereiches in die JVA ein. Auch daran nehmen die Ehrenamtlichen des KGV rege teil. Hier geht es auch um die Rahmenbedingungen, alle auftauchenden Schwierigkeiten und Fragen können besprochen werden.

Ein nicht nur fachlich wichtiger Ort ist die jährliche zweitägige Fachtagung für Ehrenamtliche in der freien Straffälligenhilfe in Nordrhein-Westfalen, an der stets eine Reihe unserer Ehrenamtlichen und unsere Ehrenamt-Koordinatorin teilnehmen. Die Fachtagung dient auch dazu, Kontakte zu anderen Organisationen der Freien Straffälligenhilfe in NRW zu knüpfen und auszubauen.

Buntes Spektrum der Aufgaben

Der Großteil der Ehrenamtlichen sieht seine Aufgabe in der persönlichen Begleitung einzelner Inhaftierter in Untersuchungs- oder Strafhaft, die nicht selten auch nach einer Verlegung in ein anderes Gefängnis weitergeht oder durch die Zeit einer Therapie und oft weit über die Haftentlassung hinaus.

Andere leiten Gruppen in der JVA Düsseldorf. Es gab schon Alphabetisierung, Gesprächs-, Bastel-, Koch- und Kunstgruppen, PC-Kurse, Autogenes Training, Kirchenchor etc. Momentan gibt es nur wenige Gruppen und leider ist die Einrichtung neuer Gruppen zur Zeit so gut wie unmöglich, weil der JVA viel zu wenig Personal im Allgemeinen Vollzugsdienst zur Verfügung steht.

„Ehrenamtliche Betreuung“ ist ein offizielles Instrument im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen. Vollzug und Justizministerium schätzen das Engagement der Ehrenamtlichen. Gerade für Gefangene, die keinen oder nur wenig sozialen Kontakt haben oder denen ein Austauschpartner für den Umgang mit ihrer Situation und zur Perspektivgewinnung fehlt, ist der Kontakt in einer ehrenamtlichen Begleitung wichtig als Bestandteil der Bemühungen um eine erfolgreiche Resozialisierung.

Der KGV schätzt die sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und Prägungen seiner Ehrenamtlichen. Alle setzen sich auf je eigene Art und in ihrem selbstbestimmten Rahmen ein engagieren sich auch für Angehörige der Inhaftierten. Ehrenamtliche unterstützen den Verein in der Öffentlichkeitsarbeit z.B. bei Veranstaltungen und durch Medienkontakte. Manche sorgen mit ihren Möglichkeiten auch für finanzielle Unterstützung. Nicht zuletzt sind die Ehrenamtlichen die besten Botschafterinnen und Botschafter für die Anliegen des Vereins, wenn sie im Bekanntenkreis und darüber hinaus von ihren Erfahrungen erzählen, ihre Meinung vertreten und das Motto des Kath. Gefängnisvereins in die unterschiedlichsten Bereiche der Gesellschaft einbringen: „Unterstützen statt verwahren - eingliedern statt ausschließen.“


Brigitte Fey
Unsere Ehrenamtlichen-Koordinatorin

 

 


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