Ehrenamtliche im Katholischen Gefängnisverein
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Unser Kurs für Ehrenamtliche beginnt jeweils Ende Januar.
Ein Rück- und Ausblick auf AktivitätenVon Klaus Heidkamp und Wolfgang Sieffert OP Für die ca. 70 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die in verschiedenen Bereichen mit und für Inhaftierte oder deren Angehörige engagiert sind, gab es im vergangenen Jahr vielfältige Aktivitäten des Katholischen Gefängnisvereins Düsseldorf e.V. (KGV). |
Kontakte "drinnen" und "draußen"
Möglichkeit zum informellen Kontakt zu den Inhaftierten gaben die Gruppengottesdienste in der Kirche der Ulm, die einmal im Monat auch für Ehrenamtliche offen sind.
Diese Gelegenheiten werden rege genutzt und schaffen inzwischen auch ein Stück Gemeinschaftsgefühl unter Inhaftierten und denen von "draußen".
Auch das "gesellige" Beisammensein kam nicht zu kurz. Ende August wurde in der Beratungsstelle gegrillt. Schön war an diesem Abend die Anwesenheit einiger Justizvollzugsbeamter, was genutzt wurde, um im lockeren Austausch mehr Wissen um- und Verständnis füreinander aufzubringen. Solche Begegnungen zeigen, dass Probleme miteinander oft sehr einfach zu lösen sind.
Von großer Bedeutung sind schließlich auch die vielen informellen Kontakte: sei es in der Kneipe nach den Treffen oder wenn Ehrenamtliche untereinander oder mit ihren hauptamtlichen Ansprechpartnern erzählen und auftretende Schwierigkeiten oder Belastungen beraten.
Interne und externe Weiterbildung
An sechs Abenden fanden mit reger Beteiligung Ehrenamtlichen- bzw. Austauschtreffen statt. Diese dienen abwechselnd dem Gespräch mit einem Gast (z.B. aus JVA, Justiz, Straffälligen- oder Drogenhilfe) und dem Austausch persönlicher Erfahrungen in der Arbeit. Bei den Austauschtreffen kommen z.B. Probleme in der Begleitung mit Inhaftierten zur Sprache, häufig geht es um die schwierige Balance von Distanz und Nähe. Mehrere MitarbeiterInnen des Kath. Gefängnisvereins nehmen an der jährlichen Fachtagung für Ehrenamtliche in der freien Straffälligenhilfe teil. Die Fachtagung diente aber auch dazu, Kontakte zu anderen Organisationen der Freiwilligen Straffälligenhilfe in NRW zu intensivieren.
Buntes Spektrum der Aufgaben
Der Großteil der Ehrenamtlichen sieht seine Aufgabe in der persönlichen Begleitung einzelner Inhaftierter von der Untersuchungs- über die Strafhaft und/oder Therapie und oft weit über die Haftentlassung hinaus. Andere leiten Gruppen im Jugend- und Männerhaus der JVA Düsseldorf (Gesprächs-, Bastel-, Koch- und Kunstgruppen, PC-Kurse, Autogenes Training, Kirchenchor etc.). Wieder andere engagieren sich auch für Angehörige der Inhaftierten. Nicht unwesentlich unterstützen die Ehrenamtlichen den Verein in der Öffentlichkeitsarbeit bei Veranstaltungen, in den verschiedensten Medien und nicht zuletzt im Bekanntenkreis oder am Stammtisch.
Neue Ehrenamtliche
Jedes Jahr bietet der Gefängnisverein einen Einführungskurs an, der über 10 intensive Abende auf die Arbeit der ehrenamtlichen Begleitung vorbereitet. Der Kurs will nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch helfen, sich für oder gegen eine Aufgabe im Bereich des Gefängnisvereins zu entscheiden.


